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IP Schutzarten

1. Was ist die IP Schutzart?

2. Welche IP Normen gibt es?

3. IP Schutzarten Tabelle

4. Welche IP Schutzarten werden für den Außenbereich benötigt?

5. Welche IP Schutzarten werden für den Innenbereich benötigt?

6. Beispiele von gängigen IP Schutzarten

7. Wie verläuft eine IP Schutzarten Prüfung?

8. Was ist der Unterschied zwischen IP Schutzart und Schutzklasse?



Was ist die IP Schutzart?

Die IP Schutzart, fälschlicherweise auch IP Schutzklasse genannt, gibt Auskunft über die Beständigkeit eines elektrischen Geräts gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Feuchtigkeit. Viele elektrische Geräte, wie Signalleuchten und Signalgeber von Auer Signal, sind jahrelang unterschiedlichsten Umweltbedingungen ausgesetzt. Darunter fallen u.a. Anwendungen im Außenbereich wie der Marine oder auf Fahrzeugen und Anwendungen im Innenbereich wie der industriellen Fertigung. Die IP Schutzart gibt Auskunft darüber, ob das Gerät für die Umweltbedingungen der gewünschten Anwendung geeignet ist.

IP Schutzart Serie P von Auer Signal

Die bei den Produkten von Auer Signal gängigsten Schutzarten sind IP65, IP66 und IP67. Die Schutzart unserer Signalgeräte finden Sie auf unserer Website unter den technischen Daten des jeweiligen Produkts. Zusätzlich sind sie mit dem untenstehenden Zeichen und dem entsprechenden IP Code auf der Website gekennzeichnet.

Symbol IP Schutzart

WOFÜR STEHT DIE ABKÜRZUNG IP?

Die Abkürzung IP steht für International Protection, wird aber umgangssprachlich auch oft als Ingress Protection bezeichnet. Übersetzt bedeutet das Schutz gegen Eindringen.

Neben der Abkürzung IP werden zwei Ziffern angeführt, der sogenannten IP Code. Jede Ziffer steht für einen bestimmten Schutzgrad gegen das Eindringen von Fremdkörpern, Berührung oder Wasser.


Welche IP Normen gibt es?

Die Kriterien der IP Codes werden in zwei Normen festgehalten:

  • IEC 60529
  • ISO 20653

Die internationale Norm IEC 60529 ist die Grundlage für die Definition der „Schutzarten durch Gehäuse“, den sogenannten IP-Codes.
Die ISO 20653 Norm behandelt vorrangig die Schutzarten für Fahrzeuge. Zusätzlich ist bei den IP Codes der ISO Norm neben den Ziffern teilweise auch der Buchstabe „K“ zu finden, der auf einen Unterschied in der Testspezifikation zur IEC 60529 hinweist. So stehen beispielsweise IPx9 (IEC 60529) und IPx9K für „Schutz gegen Wasser bei Hochdruckreinigung und Dampfstrahlreinigung“ jedoch ist die Spezifikation etwas anders.

GIBT ES UNTERSCHIEDLICHE SCHUTZARTEN WELTWEIT?

Obwohl die IEC 60529 eine international gültige IP Schutzklassen Norm ist, setzen sich in manchen Ländern andere Schutzart-Normen durch. Die IEC Norm wurde von der International Electrotechnical Comission (IEC) erstellt und wird in Europa und Asien angegeben.

In den USA, Kanada und Mexiko ist die amerikanische Norm NEMA 250 für den Schutz von Gehäusen bei elektrischen Geräten weit verbreitet. Die NEMA 250 Norm enthält 13 unterschiedliche Schutzarten, welche sich nicht eins zu eins auf die die IP Codes der ISO oder IEC Normen umschlüsseln lassen. Die NEMA Norm berücksichtigt noch weitere Faktoren wie zum Beispiel die Korrosionsbeständigkeit oder die mechanische Belastung eines Gehäuses.

Das NEMA Prüfverfahren ist zusätzlich eine erforderliche Grundvoraussetzung für die UL Zertifizierung. Das UL Siegel hat in den USA einen ähnlichen Stellenwert wie die CE Kennzeichnung in Europa.


IP Schutzarten Tabelle

Die Schutzarten werden durch ein Kurzzeichen angegeben, das sich aus den zwei stets gleichbleibenden Kennbuchstaben I und P und zwei Kennziffern für den Schutzgrad zusammensetzt. Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen Fremdkörper bzw. Berührung. Die zweite Ziffer gibt Auskunft über den Schutz gegen Feuchtigkeit bzw. Wasser.
Wird eine der beiden Ziffern nicht angegeben, da sie zum Beispiel nicht bekannt oder notwendig ist, wird diese fehlende Ziffer mit einem X ersetzt (z.B. IPX6).

Die untenstehenden IP Schutzarten Tabellen geben einen Überblick über die Bedeutung und Zusammensetzung der IP Codes. Genau genommen ist der Begriff IP Schutzklassen falsch, da der Ausdruck Schutzklasse eine eigene Bedeutung in Bezug auf elektrische Geräte hat. Mit dem Zusatz „IP“ ist für die meisten Fachleute allerdings klar, dass die IP Schutzarten gemeint sind.

Erste Ziffer

Bedeutung

ISO20653IEC60529Schutz gegen BerührungSchutz gegen Fremdkörper
00Kein Schutz
Kein besonderer Schutz von Personen gegen direktes Berühren aktiver oder bewegter Teile
Kein Schutz
Kein Schutz des Betriebsmittels gegen Eindringen von festen Fremdkörpern
11Schutz gegen großflächige Berührungen (z.B. Handkontakt)Schutz gegen große Fremdkörper (∅ ≥ 50 mm)
22Schutz gegen Berührungen mit dem FingerSchutz gegen mittelgroße Fremdkörper (∅ ≥ 12 mm)
33Schutz gegen Berührung mit Werkzeugen und DrähtenSchutz gegen kleinen Fremdkörper (∅ ≥ 2,5 mm)
44Schutz gegen Berührung mit Feinwerkzeugen und kleinen DrähtenSchutz gegen kornförmige Fremdkörper (∅ ≥ 1 mm)
5K5Vollständiger BerührungsschutzSchutz gegen Staubablagerungen im Inneren (staubgeschützt)
6K6Vollständiger BerührungsschutzSchutz gegen Staubeintritt (staubdicht)

Zweite Ziffer

Bedeutung

ISO20653IEC60529Schutz gegen Wasser
00Kein Schutz gegen Wasser
11Schutz gegen Tropfwasser (senkrecht)
Wassertropfen, die senkrecht fallen, dürfen keine schädliche Wirkung haben
22Schutz gegen Tropfwasser (schräg)
Wassertropfen, die in einem beliebigen Winkel von bis zu 15 Grad zur Senkrechten fallen, dürfen keine schädliche Wirkung haben
33Schutz gegen Sprühwasser
Wassertropfen, die in einem beliebigen Winkel von bis zu 60 Grad zur Senkrechten fallen, dürfen keine schädliche Wirkung haben
44Schutz gegen Spritzwasser
Wasser, das aus allen Richtungen gegen das Betriebsmittel spritzt, darf keine schädliche Wirkung haben
4KGeschützt vor allseitigem Spritzwasser mit erhöhtem Druck
55Schutz gegen Strahlwasser
Ein Wasserstrahl (Düse) aus beliebigem Winkel darf keine schädliche Wirkung haben
66Schutz gegen starkes Strahlwasser
Wasser darf bei vorübergehender Überflutung nicht in schädlicher Menge in das Betriebsmittel eindringen
6KGeschützt vor starkem Strahlwasser unter erhöhtem Druck
77Schutz gegen Eintauchen
Wasser darf nicht in schädlicher Menge eindringen, wenn das Betriebsmittel unter den festgelegten Druck- und Zeitbedingungen in Wasser eingetaucht wird (bis zu 1 Meter Tiefe für 30 Minuten)
88Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen
Wasser darf nicht in schädlicher Menge eindringen, wenn das Betriebsmittel dauerhaft unter Wasser eingetaucht wird (mehr als 1 Meter Tiefe)
9Schutz gegen Wasser bei Hochdruckreinigung und Dampfstrahlreinigung in der Landwirtschaft
9KSchutz gegen Wasser bei Hochdruckreinigung und Dampfstrahlreinigung für Straßenfahrzeuge


Welche IP Schutzarten werden für den Außenbereich benötigt?

Für den universellen Einsatz von Signalgeräten für Außenanwendungen empfehlen wir eine Schutzart von mindestens IP65. Die meisten Signalleuchten und Signalgeber von Auer Signal erfüllen die Schutzarten IP65 und IP66 und eignen sich daher ohne weiteres für Anwendungen im Außenbereich. Geräte mit dieser Schutzart sind staubdicht und halten Feuchtigkeit, Regen und Wasser in großen Mengen stand.

Ob im Spezialfall eine höhere Schutzart erforderlich ist, hängt von weiteren Umweltbedingungen ab. Bei besonderen Klimabedingungen wie hoher Luftfeuchtigkeit, Eis, starken Temperaturschwankungen oder der Entstehung von Kondenswasser kann eine höhere Schutzart durchaus erforderlich sein. Im Vergleich dazu benötigt eine herkömmliche Steckdose für den Außenbereich eine Schutzart von mindestens IP44.

WELCHE AUER SIGNAL GERÄTE WERDEN FÜR DEN AUSSENBEREICH EINGESETZT?

Die meisten unserer Signalgeräte weisen eine hohe Schutzart von IP65 oder IP66 auf und sind daher für den Einsatz im Außenbereich geeignet.

Unsere besonders widerstandsfähigen Serien P und N finden ihre Anwendung unter anderem auf Kränen, wo sie extremen Wetterbedingungen ausgesetzt sind. Leuchten der Serie P haben eine Schutzart von IP69, Leuchten der Serie N weisen die Schutzart IP67 auf. Die Mehrtonsirene ASML mit der Schutzart IP66 ist für den maritimen Bereich geeignet, da neben der hohen Schutzart rostfreie Edelstahlschrauben in dem Gerät verbaut sind. Somit hält der Schallgeber auch bei Kontakt mit Meerwasser stand.

Neben den akustischen Signalgebern der Serie A werden auch die Leuchten der Serie Q gerne für den Außenbereich eingesetzt. Ampelsysteme mit zwei oder drei Serie Q Leuchten regeln vor Einfahrtstoren oder Schranken den Verkehr. Mit der Schutzart IP66 sind die Geräte bestens dafür geeignet. Aber auch unter speziellen Umweltbedingungen wie einem Kohlebergwerk, wo die Geräte einer hohen Belastung an Staub ausgesetzt sind, wird die Serie Q eingesetzt.


Welche IP Schutzarten werden für den Innenbereich benötigt?

Für Signalgeräte-Anwendungen im Innenbereich ist auf die jeweilige Umgebungsbedingung zu achten. Prinzipiell ist die Schutzart IP43 für universelle Anwendungen in Fabriken und Gebäuden ausreichend. Ist die Umgebung aber einer großen Menge an Staub oder Fremdkörpern wie etwa Späne in einer Schreinerei ausgesetzt, empfehlen wir eine Schutzart von IP6X.

Besteht die Möglichkeit, dass das Signalgerät bei der Innenanwendung mit Wasser oder Wasserdampf in Kontakt kommt, wie zum Beispiel in einer Küche, einem Gewächshaus oder durch eine Sprinkleranlage, ist eine Schutzart von IP64 ratsam.

WELCHE AUER SIGNAL GERÄTE EIGNEN SICH FÜR DEN INNENBEREICH?

Auer Signal Kleinhupen fallen zu den klassischen Anwendungsbeispielen für den Innenbereich. Sie werden unter anderem in Garagen und Parkhäusern zur Warnung vor gefährlichen Abgasen eingesetzt. Die optisch-akustischen Kombinationen der Serie K+H sind IP43 geschützt und daher ideal für Innenanwendungen geeignet.

Signalsäulen sowie Einbauleuchten und –summer werden vorranging für Innenanwendungen eingesetzt. In den meisten Fällen ist dies jedoch nicht auf die IP Schutzarten zurückzuführen, sondern auf die Art der Anwendung. Unsere Signalsäulen, wie PC7 oder CT5, weisen die Schutzart IP66, IP67 und IP65 auf und wären somit auch für Anwendungen im Außenbereich geeignet. In den meisten Fällen werden sie aber im Innenbereich, auf Maschinen oder in Geschäften, verwendet.

Das gleiche gilt für unsere Einbauleuchten und Einbausummer. Diese Geräte sind für den Gebrauch im Schaltschrankbau oder der Industrieautomation besonders geeignet und kommen daher nur sehr selten im Außenbereich zum Einsatz. Auch diese Geräte, wie etwa unsere Serie M22, eignen sich aufgrund der hohen Schutzart IP65 für den Außenbereich.


Beispiele von gängigen IP Schutzarten

WAS BEDEUTET DIE SCHUTZART IP20?

Produkte mit der Schutzart IP20 sind gegen feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 12mm und gegen Berührungen mit Fingern geschützt. Gegen das Eindringen von Wasser sind diese Produkte nicht geschützt.

WAS BEDEUTET DIE SCHUTZART IP44?

Elektrische Geräte mit der Schutzart IP44 sind gegen feste Fremdkörper (∅ ≥ 1 mm) und Spritzwasser aus allen Richtungen geschützt. Diese Schutzart wird für Steckdosen im Außenbereich empfohlen.

WAS BEDEUTET DIE SCHUTZART IP54?

Weist ein Produkt die Schutzart IP54 auf, ist es gegen Staubablagerungen und Berührungen geschützt. Spritzwasser aus allen Richtungen dringt ebenfalls nicht in das Innere des Gehäuses ein.

WAS BEDEUTET DIE SCHUTZART IP55?

Elektrische Geräte mit der Schutzart IP55 sind geschützt gegen Staubablagerungen und Strahlwasser aus jedem Winkel.

WAS BEDEUTET DIE SCHUTZART IP65?

Geräte mit der Schutzart IP65 sind geschützt gegen Staubeintritt und Berührungen. Das Gehäuse schützt das Geräteinnere vor Strahlwasser aus jedem Winkel. Auer Signal Einbauleuchten der Serie M22 haben die Schutzart IP65 und können auf Anfrage als vorverkabelte Modellvariante die Schutzart IP67 aufweisen.

WAS BEDEUTET DIE SCHUTZART IP66?

Die Schutzart IP66 steht für vollständigen Berührungsschutz und ist staubdicht. Das Gehäuse schützt das Innere vor starkem Strahlwasser. Die meisten unserer Signalgeräte weisen die Schutzart IP66 auf. Diese Produkte eignen sich sowohl für die Anwendung im Innen- als auch im Außenbereich.

WAS BEDEUTET DIE SCHUTZART IP67?

Signalgeräte mit der Schutzart IP67 sind staubdicht und gegen Berührungen geschützt. Außerdem dringt kein Wasser bei zeitweiligem Untertauchen in das Gehäuse ein (bis zu 1 Meter Tiefe für 30 Minuten).
Signalleuchten unserer Serie P – the Tough mit der Schutzart IP67 und IP66 überzeugen in extremen Einsatzbereichen bei Staub, Eis, Regen und Hitze.
Auch die Leuchten der Serie N – the Performer wurden speziell für den Einsatz im Außenbereich entwickelt sind IP65 und IP67 geschützt.

WAS BEDEUTET DIE SCHUTZART IP68?

Elektrische Geräte mit der Schutzart IP68 sind staubdicht und geschützt gegen dauerhaftes Untertauchen. Geräte mit dieser Schutzart eignen sich beispielsweise für den Einsatz unter Wasser, wie etwa eine Poolbeleuchtung.

WAS BEDEUTET DIE SCHUTZART IP69?

Die Schutzart IP69 ist vollständig gegen das Eindringen von Staub und gegen Berührungen geschützt. Die Ziffer 9 steht gemäß der IEC 60529 Norm für Schutz gegen Wasser von Hochdruckreinigern bzw. Dampfstrahlreinigung. Diese IP Schutzart entspricht der höchsten Schutzklasse. Signalleuchten der Serie P weisen diese Schutzart auf.

WAS BEDEUTET DIE SCHUTZART IPX4?

Die Schutzart IPX4, manchmal auch Schutzklasse IPX4 genannt, bedeutet, dass ein Gerät gegen Spritzwasser aus allen Richtungen geschützt ist. Das X ist ein Platzhalter, da der IP Code für den Schutz gegen Berührung und Fremdkörper nicht bekannt ist.

WAS BEDEUTET DIE SCHUTZART IPX7?

Die Schutzart IPX7, oft auch Schutzklasse IPX7 genannt, steht für den Schutz bei zeitweiligem Untertauchen (bis zu 1 Meter Tiefe für 30 Minuten). Das X gegen den Schutz vor Fremdkörpern und Berührung steht für den unbekannten Schutzgrad. Grundsätzlich gilt jedoch bei einer hohen Schutzart gegen Wasser, dass diese Schutzart auch gegen das Eindringen von Fremdkörpern bzw. Berührung schützt.


Wie verläuft eine IP Schutzarten Prüfung?

Auer Signal testet und prüft die meisten Signalgeräte im hauseigenen Prüflabor. Unser Labor und unsere Prüfanlagen werden einmal jährlich durch eine Zertifizierungsstelle geprüft. Dadurch wird sichergestellt, dass unsere Anlagen normgerecht sind und die Testergebnisse den IP Schutzarten Standards entsprechen.

Die wichtigsten Bestandteile für die IP Schutzarten Prüfung sind ein elektrischer Drehteller auf dem das Signalgerät befestigt wird. Die Geschwindigkeit des Drehtellers kann an die Prüfkriterien angepasst werden. Ebenso notwendig ist eine kalibrierte Wasserpumpe, die die geforderten Liter pro Minute abgibt. Abhängig vom Testverfahren kommen bestimmte Strahldüsen mit unterschiedlichen Durchmessern zum Einsatz.
Neben der Durchführung von IP Schutzarten Prüfungen ist Auer Signal zertifiziert für den UL Hosedown Test, welcher für die amerikanische NEMA Schutzart erforderlich ist.

Unsere geschulten Prüfmitarbeiter halten sich an alle erforderlichen Standards für eine normgerechte Prüfung.


Was ist der Unterschied zwischen IP Schutzart und Schutzklasse?

Die Begriffe IP Schutzart und Schutzklasse sind voneinander zu unterscheiden. Gerne wird von der Schutzklasse gesprochen, wenn aber die IP Schutzart gemeint ist. Die Schutzklasse bezeichnet allerdings jene Maßnahmen, die bei elektrischen Geräten getroffen werden, um vor berührungsgefährlicher Spannung zu schützen. Die IP Schutzart gibt Auskunft über den Schutzgrad gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Flüssigkeit.

WELCHE SCHUTZKLASSEN GIBT ES?

Es gibt vier Schutzklassen, von Schutzklasse 0 bis Schutzklasse 3, welche in der IEC 61140 definitiert sind. Geräte mit der Schutzklasse 0 haben den niedrigsten Schutz, denn sie verfügen über keine Schutzmaßnahmen gegen einen elektrischen Schlag. Geräte mit Schutzklasse 3 sind mit Sicherheitskleinspannungen oder Schutzkleinspannungen gesichert und stellen die höchste Schutzklasse dar. Signalgeräte von Auer Signal mit Kunststoffgehäuse gehören immer der Schutzklasse 2 an, Geräte mit Metallgehäuse, wie z.B. BZG oder EHS gehören der Schutzklasse 1 an.
Die untenstehende Tabelle gibt einen Überblick über die Schutzklassen Symbole und deren Bedeutung.

SchutzklasseBedeutungSymbol
0

Es ist eine Basisisolierung vorhanden, jedoch sonst kein weiterer Schutz.
Nicht zugelassen in Österreich und Deutschland.

1Ein Schutzleiter im Betriebsmittel ist vorhanden.
Bei beweglichen Geräten ist der Schutzleiter im Stecker verbaut.
2Eine doppelte oder verstärkte Isolierung als Schutz zwischen Netzstromkreis und Ausgangsspannung ist vorhanden.
Es gibt keine Verbindung zum Schutzleiter.
3Das Gerät ist mit einer Schutzkleinspannung (SELV/PELV) gesichert.
Ein Sicherheitstransformator nach DIN VDE 0570-2-6 / EN 61558-2-6 wird benötigt.
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Weitere technische Informationen: